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Handreichungen für den Deutsch-Unterricht in der E-Phase

vademecum

In der folgenden Übersicht werden die verbindlichen methodischen und fachlichen Kompetenzen zusammengefasst, die im Laufe der E-Phase erarbeitet werden. 

Die Übersicht dient den  Fachkollegien und den Kollegiatinnen und Kollegiaten / Hörerinnen und Hörern zur Orientierung.

Die folgenden Schwerpunkte und Ziele ergeben sich aus dem Rahmenlehrplan Klasse 11 für die SEK II Deutsch (2004). Am Ende der E-Phase sollten die zentralen Punkte der Kompetenzen erreicht sein, die der RLP im Eingangsprofil nennt. Sie bilden die Grundlage für die Arbeit im Kurssystem und sind abiturrelevant.

Der Deutsch-Unterricht in der E-Phase  muss  bildungsbiographische Defizite ausgleichen, um die Kandidatinnen und Kandidaten auf die Anforderungen der Kursoberstufe und des Zentralabiturs vorzubereiten. Er muss deswegen die Einübung in die Methodik des schriftlichen und mündlichen Umgangs mit Sprache und Literatur besonders würdigen. Der Deutsch-Unterricht in der E-Phase erarbeitet darüber hinaus Orientierungswissen über die Grundlagen von Literatur und Sprache. Er  konzentriert sich  auf die Arbeit mit literarischen und nicht-literarischen, pragmatischen Texten, auf Sprachbetrachtung und auf Arbeitstechniken und Arbeitsformen.  Die Arbeit geschieht in mündlichen und schriftlichen Formen.

Der Deutsch-Unterricht in der E-Phase hat folgende Schwerpunkte:

1. fachspezifische Arbeitstechniken und -formen (Lesetechniken, schriftliche (wie Referat) und mündliche Präsentationsformen (freies Sprechen zu einem Thema, 5-10 Minuten), Recherche, Protokoll, Zitiertechnik, Diskussionsstrategien, Argumentationsstrategien, Thesenbildung, Zusammenfassen und Auswerten von Aussagen, Begründungszusammenhänge und Progression des Verhältnisses von Kennen, Verwenden und Urteilen )

2. Grundlagen der Literatur (Literaturbegriff (Lektüre als Interpretationsvorgang, Kriterien für eine angemessene Analyse und Interpretation,); Literatur und Sprache (stilistische Funktion sprachlicher Mittel wie Wortarten, Satzbauweisen; rhetorische Figuren und ihre Wirkung); Einführung in die literarischen Gattungen Epik, Drama , Lyrik anhand von gattungstheoretisch repräsentativen Ganzschriften, bzw. Texten und /oder Kleinformen bzw. Auszügen, Fachterminologie)

3. Grundlagen der Sprache (Funktionen und Begriff von Sprache, Zeichenbegriff, Rhetorik, Kommunikationsmodelle, Redeanalyse)

4. Arbeit mit Sachtexten (Unterschied von fiktiven / literarischen Texten und nicht-fiktiven / pragmatischen Texten, Texterschließung von Sachtexten nach Kontext,  Thema, These, Argumentationsvorgehen)

5. Erschließungsmodi und schriftliche Arbeitsformen: untersuchendes Erschließen von literarischen und pragmatischen Texten (Textanalyse und Textinterpretation, Texterschließung durch Gliederung, Erkennen von Textstrukturen, sprachliche  und stilistische Mittel und ihre Wirkung, Funktion, Formulierung von Arbeits- und Interpretationsthesen); erörterndes Erschließen von literarischen und pragmatischen Texten (Problemerörterung, Herausarbeiten von Thesen und Argumenten im Text, Prüfung der Thesen, Entwicklung eigener Thesen zum Sachverhalt, sachlogische Gliederung der Argumentation); gestaltendes Erschließen von literarischen und pragmatischen Texten ( Gestaltende Interpretation, Adressatenbezogenes Schreiben ). Methodische Grundlagen und praktische Übungen des untersuchenden und erörternden Erschließens sind verpflichtend. Auf die Einhaltung von Schreibkonventionen ist zu achten.

Das schriftliche Üben der obengenannten Aspekte kann z.B. folgende Formen haben: Interpretationsthese, Inhaltsangabe, Thesen, Gliederung, Textzusammenfassung, Stellungnahme, Textstrukturierung, Begründungen, Beschreibung sprachlicher und stilistischer Mittel, kreatives Schreiben.

Schriftliche Übungen können Teil der Stunde sein, Arbeitsaufträge im Anschluss an die Stunde zur Nachbereitung oder als Stundenvorbereitung. Umfangreichere Hausaufgaben sollen Übungsgelegenheiten zur komplexen Textanalyse und Erörterung sein und auf Klausuren vorbereiten. Es kann eine Übungsklausur geschrieben werden.

Die Schwerpunkte des Deutsch-Unterrichts in der Einführungsphase können in ein übergreifendes Thema eingebunden werden und durch außerschulische Aktivitäten oder andere kreative Formen gesichert werden.