Kanadaaustausch 2006/07
Im Schuljahr 2006/07 hatten wir, Dirk Mariaschk, Franziska Scholz und Felix Fenzl, als Kollegiaten der Einführungs- und Qualifikationsphase des Berlin-Kollegs die einmalige Gelegenheit eines Aufenthalts in der französischen Provinz Québec. Für einen Monat fühlten wir uns als in Montréal lebende Kanadier sehr wohl.
Im Zuge des Austauschs erklärten wir uns dazu bereit, einen kanadischen Austauschschüler ebenfalls für die Dauer von vier Wochen bei uns einzuquartieren, wodurch ein sehr enger und bei uns dreien auch ein sehr guter Kontakt zu unseren Partnern entstanden ist. Aus dieser freundschaftlichen Beziehung resultierte auch ein sehr schöner und nicht unwichtiger Aspekt des Austauschs, - das Erlernen bzw. kontinuierliche Anwenden der französischen und englischen Sprache.
Die Reise war gut organisiert, so fand noch vor Beginn des Austauschs ein detailliertes Informationsgespräch mit allen Beteiligten statt, wobei u.a. Austauschschüler des letzten Jahres einen kleinen Reisebericht präsentierten und für mögliche Fragen zur Verfügung standen.
Die erste Etappe des Austauschs führte die Kanadier von Ende Dezember bis zum 27. Januar nach Berlin.
Diese ersten vier Wochen vergingen wie im Flug, da wir viel mit unseren Partnern unternahmen, angefangen mit dem Besuch von Konzerten und Museen bis hin zu abendlichen Treffen und Partys mit anderen Austauschschülern. Erwähnenswert ist, dass durch die staatliche Förderung, die die Kanadier erhalten, für sie die Verpflichtung resultiert, Deutschkurse am Goethe-Institut zu belegen sowie an anderen Aktivitäten in und um Berlin teilzunehmen. Diese engen Verpflichtungen hatten wir bei unserem Aufenthalt nicht, zwar mussten wir die Reise- sowie Spesenkosten (Flug ca. 600? + Taschengeld) selbst übernehmen, hatten aber die Möglichkeit, weitestgehend unser eigenes Programm für den Aufenthalt zu erstellen, was bei der Fülle an Möglichkeiten in und um Montréal kein Problem darstellt.
Persönliche Höhepunkte der Reise
New York City
Außerhalb der täglich neuen Eindrücke in Kanada war eines der absoluten Highlights des Aufenthalts für viele von uns der 3-tägige Trip nach New York City, welcher zwar mit zusätzlichen Kosten (ca. 220$) verbunden, aber auf alle Fälle jeden $ Wert war.
Die Hinfahrt erfolgte in einem Reisebus und brachte uns über Nacht direkt vor unser Hotel, welches sehr zentral in Manhattan Downtown liegt. Aus unseren Hotelzimmern im 30. Stock hatten wir je nach Lage eine ´wundervolle Sicht über die "Statue of Liberty" oder auf den "Ground Zero", welcher nur 300m vom Hotel befindet. Wir verbrachten buchstäblich die ganze Zeit auf den Straßen New Yorks, da wir möglichst viele Impressionen der wirklich atemberaubenden Stadt mitnehmen wollten, trotz alledem war es uns nicht möglich, alle Ecken der Metropole zu erkunden, da die Zeit einfach nicht ausreichte, aber zumindest die persönlich wichtigen Ziele konnten wir alle in unseren Zeitplan integrieren. So fuhr ich zum Beispiel, nach einer Wartezeit von ca. 2 Stunden, auf die in 320m Höhe gelegene Aussichtsplattform des "Empire State Buildings", von wo aus man einen Gesamteindruck von der Stadt und ihrer Ausmaße bekommt.
Niagara Falls
Ein weiteres Highlight war die Anmietung eines Autos, um zu den rund 700km entfernten Niagarafällen zu gelangen. Dabei fuhren wir über mehrere Etappen, u.a. über Toronto, um eine weitere Stadt Kanadas, die doch sehr bekannte Yonge Street und den CN-Tower zu sehen. Gegen Mittag brachen wir auf Richtung Niagara Falls, die, im Vergleich zu Fernsehaufnahmen, wesentlich mächtiger und majestätischer anmuten, wenn man direkt vor ihnen steht. Nachdem wir uns an den Fällen sattgesehen hatten, ging unsere Reise weiter in die nur 30km entfernte amerikanische Stadt Buffalo, welche meiner Meinung nach eine sehr angenehme Atmosphäre ausstrahlt. In Buffalo suchten wir uns eine Jugendherberge, welche sich direkt im Zentrum befand, um uns ein wenig zu erholen und einen gemütlichen Schlafplatz vor der Rückfahrt zu haben. Am Abend gingen wir noch in eine Bar, um die schönen Momente der kurzen Reise bei einem kühlen Bier Revue passieren zu lassen.
Mein Fazit zu dieser Kurzreise lautet, dass ich die rund 1800km auf jeden Fall auch ein zweites Mal in Kauf nehmen würde, allerdings für mehr als nur 48 Stunden.
Mein Fazit zum Austausch insgesamt: Viel gelernt, viel erlebt, unvergesslich.
Schüler, deren Interesse an der Teilnahme am Austauschprogramm geweckt wurde, können sich aus der Schulbibliothek einen ca. 30-minütigen Film ausleihen, in dem wir, Franziska, Dirk und ich, Euch einladen, gemeinsam mit einem kanadischen Austauschschüler Montréal und Umgebung zu erkunden. Viel Spaß dabei!
Abschließend möchte ich mich nochmals bei allen Beteiligten der Schule, die diesen Austausch ermöglichten, bedanken für die schöne Zeit sowie die Freundschaften, die ich durch diesen Austausch schließen konnte.
Felix Fenzl, 2007