Latein am Berlin-Kolleg
Du möchtest bei "Wer wird Millionär" endlich mal weiter als 200 Euro kommen?
Du fragst Dich, was sich hinter so merkwürdigen Abkürzungen wie "BSE" oder "RIP" verbirgt?
Du hast den Verdacht, daß Harry Potter bei seinem Zauberspruch "expelliarmus" irgendwas falsch gemacht hat ?
Du möchtest den Zusammenhang zwischen "Offerte" und "Oblate" kennen?
Du sehnst Dich nach einer Fremdsprache, in der man alles so ausspricht, wie es aussieht?
Der Anblick solcher Wörter wie "Plusquamperfekt" oder "Akkusativ" treibt Dir den Angstschweiß auf die Stirn?
Du wunderst Dich über Steuerberatungsbüro "vectigalia" oder Altersheim "vita nova"?
Wenn Du nur eine dieser Fragen mit "ja" beantworten kannst, solltest Du unbedingt Latein als 2. Fremdsprache am Berlin-Kolleg belegen. Wir beginnen in der E-Phase "bei Null", also ohne Vorkenntnisse, und führen Dich in Grundkurs oder Leistungskurs in drei Jahren bis zum Latinum. Am Berlin-Kolleg kannst Du das Latinum durch die schriftliche Abiturprüfung oder in einer Ergänzungsprüfung erreichen.
Wozu brauche ich das Latinum?
Der Nachweis von Lateinkenntnissen - das "Latinum" - wird an vielen Hochschulen für Studienabschlüsse z. B. in Fremdsprachen, Geschichte, Philosophie, Theologie usw. vorausgesetzt. Außerdem bleibt das Studium solcher Fächer wie Medizin oder Jura, auch wenn hier kein Latinum mehr verlangt wird, letztlich ohne Tiefgang und fällt um vieles schwerer. Wenn man erst an der Universität die Lateinkurse belegt, bedeutet das über mehrere
Semester eine enorme zusätzliche Belastung!
Wozu nützt Latein heute?
Du möchtest bei Deinem nächsten Sommerurlaub in Lateinien endlich mal in der Landessprache ein Brot kaufen?
Dann müssen wir Dich leider enttäuschen - es gibt keine lateinischen Muttersprachler mehr (auch wenn weltweit mehrere Zehntausend Menschen fließend Latein sprechen können!), und die Alltagssprache wird im Lateinunterricht nur am Rande gestreift. Doch bietet die Beschäftigung mit dieser angeblich "toten" Sprache viel mehr:
- Durch die Übersetzung lateinischer Texte ins Deutsche erfahren wir, wie Sprachen funktionieren, machen uns menschliche Denkstrukturen bewusst und lernen in der kontrastiven Sprachbetrachtung, daß der Lateinunterricht der bessere Deutschunterricht ist.
- Latein als Basissprache Europas macht Geschichte lebendig; wir begegnen der Kultur der Antike und des Mittelalters überall in Literatur, Musik, Kunst, Architektur usw.; durch das Nachdenken über Menschen in früheren Epochen erfahren wir wesentliche Dinge über uns heutige Menschen, und moderne Verhaltensweisen erscheinen im Spiegel der Jahrtausende in völlig neuem Licht.
- Mutter Latein hat viele Töchter: Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Rumänisch, Rätoromanisch sind die "Romanischen" Sprachen; aber auch bei der Lektüre eines wissenschaftlichen Textes im Englischen muß man neidvoll feststellen, dass der Lateiner mit den über 60% direkt aus dem Lateinischen abgeleiteten Vokabeln viel weniger Probleme hat.