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Literatur und Film (Ergänzungskurs Deutsch - 2. Semester)
Ergänzungskurs Deutsch - Literatur und Film
Informationen für Interessenten bzw. Teilnehmer
Der 3std. Grundkurs findet immer im Sommersemester statt. Er ist offen für Kollegiatinnen und Kollegiaten des 2. Kurssemesters, insbes. der LK und Gk Deutsch.
Die Teilnahme am Egk Englisch / WiSe: Geschichte und Techniken des amerikanischen Films wird nicht vorausgesetzt. Grundkenntnisse der Filmtechnik und -ästhetik und die Teilnahme am Egk Engl. oder an der FilmAG sind wünschenswert.
Im Mittelpunkt des Egk Literatur und Film steht die vergleichende Analyse und Interpretation von ausgewählten literarischen Werken (Roman, Drama) und deren Verfilmungen bzw. von ausgewählten literarischen und filmischen Werken über ein vergleichbares Thema oder Sujet.
Der Vergleich von Literatur und Film geschieht im historisch-systematischen Kontext:
literaturgeschichtliche und filmhistorische Kontexte mit dem Schwerpunkt der deutschen Literatur- und Filmgeschichte (u. a. Literarisierung des Films seit 1910 und sog. Kino-Debatte, Rezeption von Literatur und Film / Verfilmung)
filmtheoretische Kontexte (Basistexte zu Fragen der Verfilmung von Literatur, Kategorien: Rezeption, Adaption, Interpretation, Kreation, Formen und Wirkungen, z. Bsp. Stumm-/Tonfilm, Schwarz-weiß/Farbe)
poetologische Kontexte ( Gattungen und Genres, z. Bsp. Komödie, semiotische und ästhetische Kriterien wie Narration, Imagination, Vergleich von Wort und Bild)
Der Vergleich von Literatur und Film ist produktionsorientiert durch
Learning by Viewing: kriterienorientierte Mitschriften, Notizen
Selbständige Recherchen, z. Bsp. im Museum für Film und Fernsehen Berlin
schriftliche vergleichende Analysen
mediengestützte Präsentationen, z. B. von Regisseur, Werk oder Genre mit Filmausschnitten
Transponierung von literarischen Sequenzen in die Form des Drehbuchs
Diskussionsbeiträge in Form der Rezension
Der Kurs besucht das Museum für Film und Fernsehen Berlin. Der chronologische Durchgang durch die deutsche Filmgeschichte wird dort vertieft, wo er sich mit dem Kursthema verknüpft.
In die Bewertung gehen ein: Teilnahme an Diskussionen im Unterricht, Klausur (untersuchendes Erschließen von lit. und filmischen Sequenzen, erörterndes Erschließen von Literatur- und Filmkritiken, Gestaltendes Erschließen in Formen des Drehbuchs, Treatments, storyboards, Rezension), Präsentationen von Autor/Regisseur, Werk, Genre mit Filmausschnitten.
Jeder Kurs hat ein ausgewähltes literarisches Werk und dessen Verfilmung(en) zum Gegenstand bzw. ein ausgewähltes Thema mit mindestens zwei Beispielen für seine literarische und filmische Gestaltung. Zum Schwerpunkt gehören relevante theoretische, historische und rezeptionsgeschichtliche Texte. Auf diesen Schwerpunkt beziehen sich Klausur und Präsentationen.
Das Thema des Kurses orientiert sich an
Interessen der Kollegiatinnen und Kollegiaten
Zielen und Inhalten des Rahmenlehrplans Deutsch SEK II
Thematischen Vorgaben für das Zentralabitur
Exemplarität für deutsche Literatur- und Filmgeschichte
Aktuellen Filmen
Das Thema des Kurses wird rechtzeitig im Verlauf des WiSe angekündigt (Aushang). Die Textkenntnis / Lektüre des jeweiligen literarischen Werks wird zum Semesterbeginn SoSe vorausgesetzt.
LITERATUR + FILM
Sommersemester 2010
Schaukel, Netz und Düne - Verfilmungen von Theodor Fontanes Roman "Effi Briest"(1896)
DER SCHRITT VOM WEGE (D 1939), Regie: Gustav Gründgens, mit Marianne Hoppe
ROSEN IM HERBST (D 1955), Regie: Rudolf Jugert, mit Ruth Leuwerik
FONTANE EFFI BRIEST (D 1972/74), Regie: Rainer Werner Fassbinder, mit Hanna Schygulla
EFFI BRIEST (D 2007), Regie: Hermine Hundgeburth, mit Julia Jentsch

Melodramatische Konflikte um Liebe zwischen Pflicht und Neigung, zwischen Phantasie und Wirklichkeit
verbinden Effi Briest mit den beiden abiturrelevanten Fontane-Romanen Irrungen, Wirrungen (1888) (gk Deutsch q2) und Frau Jenny Treibel (1893) (LK Deutsch Q2).
In diesem thematischen Zusammenhang werden auch die folgenden Literaturverfilmungen gezeigt:
FRÄULEIN ELSE (D 1929),
Regie: Paul Czinner,
nach der Novelle Fräulein Else (1924) von Arthur Schnitzler
LIEBELEI (D 1933),
Regie: Max Ophüls,
nach dem Drama Liebelei (1895) von Arthur Schnitzler
DAS BRENNENDE GEHEIMNIS (D 1933),
Regie. Robert Siodmak,
nach der Novelle Das brennende Geheimnis (1911) von Stefan Zweig
MODERATO CANTABILE (FR / I 1960),
Regie: Peter Brook,
nach dem Roman Moderato Cantabile (1958) von Marguerite Duras
EYES WIDE SHUT (USA 1999),
Regie: Stanley Kubrick,
nach der Novelle Traumnovelle (1925) von Arthur Schnitzler
egk LITERATUR + FILM

Quelle: Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin, Fotoarchiv
Programm
Sommersemester 2009
TEMPO! TAXI! TELEFON!
Die Moderne erzählen in Film und Literatur der Zwanziger Jahre
am Beispiel von
Erich Kästner, Emil und die Detektive (Roman, 1929)
EMIL UND DIE DETEKTIVE (D 1931, Regie: Gerhard Lamprecht, Drehbuch: Billie Wilder)
Kästners Roman Emil und die Detektive (1929) und die Verfilmung von 1931 stehen im Zentrum, die Kenntnis des Romans wird vorausgesetzt.
Weitere literarische Texte von Alfred Döblin, "Berlin Alexanderplatz" (Roman,1929), Jakob van Hoddis, Irmgard Keun, Mascha Káleko und Walter Benjamin, "Einbahnstraße" (1928) kommen in Auszügen vor,
und ebenso gezeigt werden die Filme: BERLIN ALEXANDERPLATZ (D 1931, Regie: Phil Jutzi), MENSCHEN AM SONNTAG (D 1929/30, Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, Drehbuch: Billie Wilder), BERLIN SINFONIE DER GROSSSTADT (D 1927, Regie: Walther Ruttmann)
Viel Vergnügen!
Anmeldungen bitte an Frau Klapdor bzw. über Fach Kd
egk LITERATUR + FILM
Programm
Sommersemester 2008

Ästhetische Programme um 1800
Die Literatur der Goethe-Zeit und ihre Verfilmung
Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther (1774)
LE ROMAN DU WERTHER (Frankreich 1938), Regie: Max Ophüls
Johann Wolfgang von Goethe, Faust. Der Tragödie erster Theil (1808)
FAUST (Deutschland 1925/26), Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
FAUST (Deutschland 1960), Regie: Peter Gorski,
Theaterregie: Gustaf Gründgens (Deutsches Schauspielhaus Hamburg)
BARRY LYNDON (GB 1975), nach dem Roman The Memoirs of Barry Lyndon von William Makepeace Thakeray (1844), Regie: Stanley Kubrick
Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts (Besuch der Gemäldegalerie)
Stummfilm und Tonfilm in der Weimarer Republik (Besuch des Filmmuseums Berlin)
Die hervorgehobenen Titel sind verbindliche Schwerpunkte, die Kenntnis der literarischen Werke Goethes wird vorausgesetzt.
Anmeldungen bitte an Frau Klapdor bzw. über Fach Kd