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Geschichte am Berlin-Kolleg

Das Fach Geschichte haben Sie vermutlich als ein Fach in Erinnerung, in dem Sie Zahlen auswendig lernen mussten, von Personen und Ereignissen gehört haben, mit denen Sie nichts anfangen konnten, mit einem Wort – Geschichte war das langweiligste Fach überhaupt, die Dunkelgasse in der Schule.
Seien Sie versichert, das ist am Berlin-Kolleg vollkommen anders, denn Vergangenheit hat auch immer eine Gegenwart und das Fach Geschichte am Berlin-Kolleg hat damit die Aufgabe übernommen, der Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen eine Bedeutung zu geben.

Das Fach Geschichte wird am Berlin-Kolleg im Tagesunterricht unterrichtet, in der E-Phase als Wahlfach, in der Qualifikationsphase, die zum Erwachsenenabitur führt, können Sie Geschichte als Leistungskurs, als vier- oder zweisemestrigen Grundkurs belegen. Geschichte ist ein Fach, das zentrale Abituraufgabenstellungen erhält.

Für die kompetente Teilhabe am sozialen, politischen und kulturellen Leben in einer demokratisch-pluralistischen Gesellschaft und in der sich vernetzenden Welt ist ein ausgeprägtes Geschichtsbewusstsein unabdingbar.
Bei Ihnen wird sich im Verlauf des erwachsenengerechten Fachunterrichts am Berlin-Kolleg die Einsicht durchsetzen, dass die Vorstellungen von Geschichte geprägt sind von den Fragen und Erkenntnismöglichkeiten der jeweiligen Gegenwart. Das bedeutet zugleich, dass Vergangenheit immer nur in Ausschnitten und perspektivgebunden interpretiert werden kann und darf. In einer pluralistischen Gesellschaft gibt es vielfältige Deutungen, die einem stetigen Wandel unterworfen sind. Dieser Wandel ist tatsächlich das Ergebnis von veränderten Fragen an die Vergangenheit, neuen Quellen oder auch von Auseinandersetzungen in der wissenschaftlichen Forschung. Im Geschichtsunterricht am Berlin-Kolleg spiegelt sich die Vielfalt von Sichtweisen auf Vergangenes dabei auf vielen verschiedenen inhaltlichen Ebenen wider und Sie werden begreifen, dass die Vielfalt unterschiedlich gedeutet werden kann, darf und muss.
Auf der Basis des Prinzips von der Pluralität leistet der Geschichtsunterricht im Zweiten Bildungsweg folglich einen zentralen Beitrag zur Demokratiefähigkeit, denn ein wesentliches Ziel ist es, multiperspektivisches Denken und kritische Urteilsfähigkeit als Selbstverständlichkeiten in Ihrem gegenwärtigen gesellschaftlichen Handeln zu verankern. Dazu gehört neben dem Gebot zur Toleranz und Akzeptanz von Verschiedenheit nicht zuletzt die Fähigkeit zur Empathie.
Sie lernen im Geschichtsunterricht also nicht nur die notwendigen Kompetenzen, Techniken und Methoden, die Sie zum Erwachsenenabitur führen, sondern auch Vieles, was dazu beitragen wird, sich selbst als erwachsene Frau oder erwachsener Mann in Ihren individuellen und gesellschaftlichen Zusammenhängen besser zu verstehen.